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Facettenreich schön

Eine Tour durch Nürnbergs Südwesten

Malerische Sandsteinfassaden, urige Gehöfte und der Blick über Äcker und Felder so weit das Auge reicht: Solch eine Idylle findet sich im Nürnberger Südwesten. Genauer gesagt: im spannenden Stadtteil Großreuth bei Schweinau. Während Richtung Osten hin die Ausläufer der Großstadt rund um die Wallensteinstraße das Bild prägen, übernimmt Richtung Stadtrand hin der dörfliche Charakter die Führung. Hier bietet sich an der Ecke Herbststraße/Alte Wallensteinstraße ein guter Ausgangspunkt an, um eine Erkundungstour durch eine äußerst abwechslungsreiche und vielseitige Gegend von Großreuth bei Schweinau über Röthenbach bis ins angrenzende Stein zu unternehmen.

Urlaubsfeeling am Kanal
Wir starten unsere Tour und gehen gemütlich entlang der Alten Wallensteinstraße, die uns über die Winterstraße in die Wallensteinstraße führt. Ihr folgen wir ein Stück weit stadtauswärts, um den Main-Donau-Kanal überqueren zu können. Kurz nach der Brücke halten wir uns rechter Hand und folgen dem Aischweg zum Ufer des Kanals. Wir schlendern direkt am Wasser entlang – den Fernsehturm, der sich am Horizont abzeichnet, stets im Blick. Umgeben von Wasser und Natur ahnt man nicht, welch quirliges Geschäftstreiben im oberhalb zur Rechten angrenzenden Südwestpark herrscht. Wer seine Reserven auffüllen möchte, kann dorthin einen kurzen Abstecher unternehmen. Denn es findet sich dort nebst all den Unternehmen zugleich ein buntes kulinarisches Angebot. Es reicht von türkischen Spezialitäten oder Backwaren zum Mitnehmen bis hin zu italienischer Küche im Restaurant. Nachdem wir dank unseres kurzen Einkehrschwungs neue Energie getankt haben, führt uns die Tour wieder runter an den Kanal. Er begleitet uns den Uferweg entlang, den wir in südöstliche Richtung entlangspazieren. Jenseits des bunten Treibens lässt uns die Idylle am Wasser aufatmen. Ab und an gleiten ein paar Boote vorbei, was irgendwie an Urlaub erinnern lässt. Wir unterqueren eine Eisenbahnbrücke und verlassen schließlich den Uferweg. Wir befinden uns nun in der Tauberstraße, wo uns eine ruhige Nachbarschaft mit gepflegten Einfamilienhäusern erwartet.

Kunterbunte Shopping-Welt
Wir folgen der Straße, bis wir links in die Dombühler Straße abbiegen. Unter der abwechslungsreichen Bebauung präsentieren sich hier und da ein paar schicke Bungalows. Wer dem Straßenverlauf bis ans Ende folgt, stößt direkt auf das Röthenbach Center. Hier findet sich vom Supermarkt, einer Drogerie und Apotheke bis hin zu Mode und Schuhe alles, was das Shopping-Herz begehrt. Ebenso gibt es ein vielfältiges Gastro-Angebot. Und wer eine ruhige Kugel schieben möchte, kann sogar sein Talent in Sachen Bowling unter Beweis stellen. Wir lassen die bunte Einkaufswelt hinter uns, um die Ansbacher Straße zu überqueren. Unser Weg führt uns entlang der Röthenbacher Hauptstraße. Sie säumen Mehrfamilienhäuser und kleinere Wohnanlagen. Hier und da lassen sich die Schaufenster von verschiedenen Läden des täglichen Bedarfs vom Frisör bis hin zur Konditorei samt Café bewundern.

Ein Muss für kleine Abenteurer
Nach und nach wird die Bebauung aufgelockerter. Wir überqueren den Röthenbacher Landgraben, und gleich zur Rechten empfängt uns das Schild am Eingang des Röthenbacher Abenteuerspielplatzes. Er ist absolut kein Spielplatz im klassischen Sinne, vielmehr bietet er Spiel und Spannung für kleine Abenteurer zwischen sechs und zwölf Jahren unter pädagogischer Betreuung. Gemeinsam mit den Pädagogen können heranwachsende Abenteuerlustige hier in die Rolle von Hüttenbauherrn schlüpfen oder ein Stockbrot über echtem Lagerfeuer brutzeln. Eltern sollten sich allerdings vor dem Besuch über die jeweiligen Öffnungszeiten informieren

 

Märchenhafte Parkidylle
Wir setzen unsere Tour fort, in dem wir dem Röthenbacher Landgraben stadtauswärts folgen. Nachdem wir die Rednitzstraße überquert haben, empfängt uns die satte Natur des weitläufigen Faberparks, ein einst als Park angelegter Wald. Zu unserer Rechten erstreckt sich idyllisch der Teich. Auf einer kleinen Insel thront eine künstlich angelegte Ruine mit dem Rolandsbogen. Hier bietet sich ein charmantes Plätzchen für eine Rast oder ein kleines Picknick an. Nicht weit entfernt wartet ein Mausoleum darauf, bewundert zu werden. Kleine Entdecker können sich am Spielplatz austoben. Wir kehren zurück zum Weiher und halten uns rechts, um in die Castellstraße zu gelangen. Ihr folgen wir ebenfalls rechter Hand. Nun plätschert links von uns idyllisch die Rednitz vorbei. Wer gerne fotografiert, wird entzückt sein, die Postkartenidylle der malerischen Fachwerkhäuschen am gegenüberliegenden Ufer festhalten zu können. Die Einfriedung des Faber-Castell ́schen Geländes, die uns rechts des Weges begleitet, entpuppt sich jedoch nicht minder als wahrer Hingucker: Sie ist mit kunstvollen witzigen und coolen Graffiti verziert. An ihrem Ende münden wir in die Nürnberger Straße. Nun ergeben sich allerlei Möglichkeiten, die sich rund um das Haus Faber-Castell entdecken lassen. Imposante Einblicke erlaubt etwa eine (vorher gebuchte) Führung durch das Faber-Castell ́sche Schloss. Neben dem Museum „Alte Mine“ können wir auch der Bleistiftfertigung einen Besuch abstatten.Wer möchte, kann jenseits der Rednitz der malerischen, direkt am Ufer entlangführenden Unteren Wassergasse ein Stück weit folgen. Sie sind nach der ausgedehnten Tour durch Nürnbergs Südwesten hungrig geworden? Dann lassen Sie Ihren Ausflug doch im historischen Restaurant „Altes Spital“ ausklingen. Bei schönem Wetter lädt hier in der kommenden warmen Jahreszeit die Terrasse dazu ein, die Köstlichkeiten zu genießen und die Seele nach dem Spaziergang wohlverdient baumeln zu lassen.

Christina Kaiser
Text

Bilder: Anna Seibel

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