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Nürnbergs malerische Partnerstadt Kavala

Retsina meets Kellerbier

Kavala ist die zweitgrößte Stadt der Region Ostmakedonien und Thrakien im Nordosten Griechenlands und seit 1999 Partner von Nürnberg. Die malerische Altstadt und die vielen weiteren Sehenswürdigkeiten sind einen Besuch wert.

Vor mehr als 2.500 Jahren wurde der Ort als „Neapolis“ von Bewohnern der benachbarten Insel Thasos gegründet. Später gründete Apostel Paulus hier die erste christliche Gemeinde Europas. In der byzantischen Epoche wurde der Ort in „Christopolis“ umbenannt. Der heutige Name leitet sich vom italienischen Wort „cavallo“ (Pferd) und einer Poststation, an der die Pferde gewechselt wurden, ab.

Sehenswürdigkeiten und UNESCO-Weltkulturerbe

Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig in der rund 73.000 Einwohner zählenden Stadt. Touristen aus aller Welt kommen jährlich hierher. Kein Wunder: neben zahlreichen Hotels, Restaurants und kleinen Tavernen am Strand, bieten Kavala und Umgebung viele Sehenswürdigkeiten. So beispielsweise die Ruinen des antiken Philippi, ein aus römischer Zeit stammendes Aquädukt. Die über der Altstadt von Kavala aufragende Festung aus dem 15. Jahrhundert wurde auf den Ruinen der byzantinischen „Akropolis“ errichtet. Auch das antike Philippi, seit 2016 in der Welterbe-Liste der UNESCO und eine der bedeutendsten nordgriechischen Ausgrabungsstätten, solltet ihr auf jeden Fall besuchen.

Beeindruckend ist vor allem auch der Nationalpark Nestos-Delta mit seinen rund 300 Vogelarten und der riesigen Nestos-Schlucht. Schöne Strände laden zum Baden in der Ägäis ein. Bei einer Wanderung an den Überresten der römischen „Via Egnatia“ könnt ihr eine wunderschöne Aussicht auf Kavala und das Meer genießen. Etwa 45 km entfernt befinden sich die Thermalquellen von Eleftheres, die zum Baden einladen.

Überregionale Straßen und eine Autobahn verbinden Kavala mit Thessaloniki. Der im Osten von Kavala gelegene Flughafen „Megas Alexandros“ wird inzwischen von der „Fraport AG“ betrieben und bietet zahlreiche Direktverbindungen nach Deutschland an.

Erfolgreiche Städtepartnerschaft seit 1999

Die Partnerschaft zwischen Kavala und Nürnberg wurde am 1. Juni 1999 durch einen Städtepartnerschaftsvertrag durch den damaligen Oberbürgermeister Ludwig Scholz und Vertretern der griechischen Gemeinde besiegelt. In den ersten zehn Jahren standen touristische Aktivitäten, z.B. die alljährliche Beteiligung von Kavala an der Freizeit Messe Nürnberg, und kulturelle Projekte im Mittelpunkt.

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise in Griechenland und deren soziale Auswirkungen hat sich der Schwerpunkt auf fachliche Zusammenarbeit sowie den Austausch zwischen verschiedenen Berufsgruppen und zu unterschiedlichen Themen verlagert.

Auch sportliche Beziehungen wurden ins Leben gerufen. Als erste Nürnberger Fußballmannschaft durften die Rathaus-Kickers 2001 das Eröffnungsspiel gegen die Mannschaft aus Kavala das neue Stadion einweihen.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden Kavala und der Gemeinde Thasos auf der benachbarten Insel drei Feuerwehrfahrzeuge von der Stadt Nürnberg geschenkt. Darüber hinaus wurden und werden verschiedene Hilfsaktionen, Benefizveranstaltungen und Projekte, teilweise mit Mitteln aus EU-Programmen, geplant und durchgeführt.

Die Partnerschaft mit Kavala war für die Stadt Nürnberg auch ein Anlass im Jahr 2013 die vierte Deutsch-Griechische Versammlung als Gastgeber und Mitveranstalter in Nürnberg zu organisieren. Diese Versammlung geht auf eine Vereinbarung zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und einem früheren Ministerpräsidenten Griechenlands zurück.

Der Verein „Philos e.V.“ wurde 1998 gegründet und setzt sich intensiv für die Städtepartnerschaft ein. Neben regelmäßigen Ausstellungen, Konzerten und Vorträgen betreut er die „Kavala-Bude“ auf dem jährlichen „Markt der Partnerstädte“.

Zum 20-jährigen Bestehen dieser Städtepartnerschaft fand am 8. Februar 2019 in Nürnberg ein Festakt im Historischen Rathaussaal statt und am 1. Juni 2019 ein Sommerfest im Nachbarschaftshaus Gostenhof. Anlässlich der 30-jährigen Ko­operation der Technischen Hochschulen in Nürnberg und Kavala ist ein Bio-Projekt mit Kavala in Vorbereitung. Daran beteiligen sich insbesondere Professoren der Tech­nischen Hochschulen in beiden Städten.

Weitere Informationen findet ihr unter www.international.nuernberg.de

Peter Murrmann
Text

Bilder: fotolia.de

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