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Tour de Knoblauchsland

Auf zwei Rädern von Buch nach Kraftshof

Das Knoblauchsland liegt in direkter Nachbarschaft des beliebten Nürnberger Nordens. Hier wiegt sich das leuchtend grüne Gras sanft im Wind. So weit das Auge reicht, wechseln sich hier die Felder mit allerlei Gemüsesorten ab. Wer etwas Glück hat, kann einen Hasen vorbeiflitzen sehen oder gar Fasane beobachten. Kaum zu glauben, dass solch eine Idylle nur einen Katzensprung vom pulsierenden Leben der Stadt entfernt liegt.

Diese Idylle wollen wir heute näher erkunden und eine Entdeckungstour auf zwei Rädern durch die würzig duftenden Felder, satten Wiesen und die charmanten Knoblauchsländer Ortschaften unternehmen.

 

Wo sich Hasen und Fasane gute Nacht wünschen

Der Parkplatz vor dem Besucherhügel des Albrecht Dürer Airport Nürnberg an der Irrhainstraße bietet sich als wunderbarer Ausgangspunkt für unsere „Tour de Knoblauchsland“ an. Wir folgen der Irrhainstraße immer am Flughafengelände entlang. Zur Linken erstrecken sich die Wiesen um den Bucher Landgraben. Dahinter, Richtung Almoshof, sehen wir Pferde weiden. Hier und da reihen sich bunte Salatköpfe auf den Feldern. Wir lassen die Irrhainstraße rechts liegen und rollen weiter geradeaus auf dem Georg-Ziegler-Weg. Er führt uns unter der B4 hindurch ins beschauliche Buch. Hier empfangen uns urige Fachwerkfassaden. Pferde grasen friedlich auf den Koppeln links und rechts des Weges.

 

 

Abstecher ins Weinfass

Wir biegen scharf rechts in den Hofwiesenweg, dann gleich wieder nach links in die Baststraße, um dann rechts in die Bucher Hauptstraße zu lenken. Uns fällt das wunderhübsch bemalte, altehrwürdige Gebäude des ehemaligen Gasthofes „Zum goldnen Stern“ ins Auge. Rechts davon entdecken wir die pfiffige Idee des Winzers Peter Schmidt: Ein begehbares Weinfass. Hier lässt sich rund um die Uhr ein gutes, in Bocksbeutel oder Flaschen abgefülltes Tröpfchen aus einem Automaten entnehmen. Peter Schmidt, selbst ernannter „einziger Winzer Nürnbergs“, baut die Trauben an eigenen Weinbergen in Franken an und zaubert daraus hervorragende Spitzenweine und Sekte. Wer möchte, kann ein paar Meter entfernt, im Seeweg 8, in seinen Winzerstuben einmal kosten. 

 

Natur, so weit das Auge reicht

Unsere Tour führt uns weiter Richtung Norden. Wir biegen links in den Heidweg und radeln durch satte Natur. Wir atmen den würzigen Duft ein. Er strömt uns direkt aus den Gemüsefeldern in die Nase. Sie begleiten uns, so weit das Auge reicht. Die Salatköpfe leuchten grün und auberginefarben um die Wette. Hier und da tuckert ein Traktor über die Felder. Wer einen Blick gen Nürnberg wirft, sieht, wie sich Fernseh- und Quelleturm und sogar die Burg sanft am Horizont abzeichnen.

 

Charmant: Boxdorf und Reutles

Nach einer Weile mündet der Weg in die Sacker Straße, in die wir nach rechts einbiegen. Bald schon passieren wir die ersten Häuser in Boxdorf. Hier treffen wir auf die Steinacher Straße. Wir lenken nach rechts, vorbei an den Gebäuden des bekannten Tagungshotels Schindlerhof mit dem Restaurant „UnvergESSlich“. Wir halten uns links und biegen in die Erich- Ollenhauer-Straße ein. Die Klaus-Groth-Straße führt uns ein Stück am Weiher entlang, bis wir links „Zum Himmelreich“ abbiegen. Wir überqueren die Würzburger Straße und folgen linker Hand einem Feldweg, der zur Veitshöchheimer Straße wird. Wir biegen nach rechts in die Reutleser Straße ab. Sie säumen zum Teil charmante denkmalgeschützte Sandsteinfassen und Bauernhöfe. Wer Erfrischung sucht und neue Kraft tanken möchte, findet unter den hohen Linden und Kastanien im Biergarten des Hotels Höfler ein lauschiges Schattenplätzchen. 

 

Kultur in Neunhof

Gegen Ende der Bebauung strahlt uns die hübsche Fassade der urigen St. Felicitas-Kapelle entgegen. Wir lassen das verträumte Reutles hinter uns und überqueren die B4. Die Straße wird nun zum Feldweg, dem wir rechter Hand folgen. Wieder umgibt uns satte Natur. Der Weg bahnt sich zwischen Feldern und Wiesen hindurch und über die Gründlach, die beschaulich vor sich hin plätschert. Die Wegführung schmiegt sich leicht nach links. Bald schon mündet der Weg in Neunhof in die Untere Dorfstraße. Ihr folgen wir eine Weile, bis wir auf einen Platz stoßen und scharf rechts in die Obere Dorfstraße einbiegen können. Hier und da finden sich Hofläden, die frisches Gemüse anbieten. Kulturhungrige haben die Möglichkeit, das Schloss Neunhof und das Heimatmuseum zu besichtigen.

 

 

Malerisch: Kraftshof

Wer die Tour weiterführen möchte, folgt der Oberen Dorfstraße, die bald zur Kraftshofer Hauptstraße wird. Ihrem schlängelnden Verlauf folgen wir durch Kraftshof, bis sie in die Schiestlstraße übergeht. Dort lohnt sich ein Blick in die Wehrkirche St. Georg. Weiter führt uns die Route vorbei an hübschen Fassaden und gepflegten Gärten, bis die Irrhainstraße rechter Hand abgeht. Gewächshäuser säumen hier zunächst den Weg, bevor wir nur noch Felder sehen. Zur Linken eröffnet sich das weitläufige Flughafengelände. Ihm folgen wir immer der Irrhainstraße entlang, die bald eine Linkskurve macht. Parallel zum Bucher Landgraben radeln wir den Jets der FAI entgegen, bis unsere Tour sich dem Ende neigt. Denn hier ist er wieder, der Aussichtshügel, auf dem sich die Starts und Landungen auf dem Flughafen beobachten lassen. Wer möchte, lässt dort oben die Tour ausklingen, die Seele baumeln und träumt ein wenig, während die Flieger in die Ferne starten.

Christina Kaiser
Text

Bilder: Anna Seibel

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