DE
Have any Questions? +01 123 444 555

(Kommentare: 0)

Winterzeit ist Entdeckerzeit in Franken

Freizeittipps für die ganze Familie

Von wegen Winter-Wonderland, in den letzten Jahren konnten wir von Schnee vor Weihnachten meist nur träumen. Ja klar, bei nasskaltem Wetter lockt es keinen nach draußen, da greift man lieber zur Tasse Tee und rollt sich in der Kuscheldecke ein. Dabei gibt es in der Region so viel zu entdecken, was den Winterblues einfach mal so wegpustet. Aber auch wenn der Himmel lacht und der frisch gefallene Schnee in der Sonne glitzert, locken viele Wege abseits der bekannten Pfade.

Nürnberg mal anders
Gut eingepackt entsteht aus dem Bummel durch die Stadt Nürnberg ein Abenteuer, wenn mit der „Stadtralley“ daraus eine Schnitzeljagd wird. Das kenne ich doch, wo habe ich das nur gesehen? Plötzlich werden die bekannten Wege zum Suchspiel und altbekannte Orte geben knifflige Rätsel auf. Die Antworten entscheiden über den Teamscore, wenn man auf der Suche mit Logik und Kreativität diverse Aufgaben lösen muss. So machen Dürer und Co. auch Familien und in der Gruppe mit Freunden Spaß. Auf der Jagd nach dem Highscore braucht es nur das Smartphone und geschärfte Sinne. Wann es losgeht, darf man ruhig von der Witterung abhängig machen, denn man startet mit einer App, wann es passt.
https://www.stadtrallye.de/gps-schatzsuche-stadtrallye-nuernberg

Mit Geschichten zur Geschichte der Kaiserstadt begeistern die Führungen im historischen Gewand. Wer glaubt, schon alles über Nürnbergs Kultur und seine historischen Persönlichkeiten zu kennen, darf sich gerne überraschen lassen. Die Nachtwächterinnen-Führungen sind ja schon fast ein Klassiker, aber welche Skandale plaudern die streitlustigen Patrizierinnen aus dem mittelalterlichen Nürnberg da aus? Adelig und hochwohlgeboren zieht Kaiserin Elisabeth von Pommern mit der Tucherin ihre Begleiter in den Bann und lässt, zur Freude der Zuhörer, so manches pikante Detail aus dem Leben der Reichen und Mächtigen fallen. https://tourismus.nuernberg.de/stadtfuehrung/stadtfuehrungen-im-historischen-gewand/

Kälteempfindliche werden sich in der Backstube etwas wohler fühlen – es geht natürlich um Nürnbergs international bekannte Spezialität, den Lebkuchen. Im Workshop wird es einem schon beim Teigkneten warm, während der Duft der Gewürze, die den Elisenlebkuchen so lecker machen, die Nase kitzelt. Doch Lebkuchen ist nicht gleich Lebkuchen. Es gehört ein gutes Stück Handwerkskunst dazu, darum werden die Teilnehmer auch in die besondere Kunst des Lebkuchen-Streichens eingeführt. Naschen ist erlaubt – der selbst hergestellte Lebkuchen darf nach Hause mitgenommen werden, wenn er denn den Weg dahin überhaupt überlebt… https://www.wicklein.de/flagship-store/workshops

Rein in die Winterjacke, Mütze auf und los geht‘s – ja aber wohin denn? Rund um Nürnberg gibt es viele Wanderwege für jede Kondition, von anspruchsvoll bis ganz gemütlich. Mit der Touren-App komoot ist alles gut geplant. Es gibt unzählige interessante Routenvorschläge, wie etwa den „Wallenstein-Rundweg“, der an der alten Universität in Altdorf startet, zu einer Löwenhöhle und bis zur Teufelsschlucht führt. Ganz praktisch, vor allem für Familien, sind die Wanderwege, die bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.
https://www.komoot.de/collection/982/touren-fuer-kleine-wanderstiefel-vgn-freizeittipps-fuer-familien

Die Kleeblatt-Stadt entdecken
Der Klassiker aber ist der Weg entlang der Pegnitzauen in die Fürther Altstadt. Auch hier gibt es im Winter viel zu entdecken, der Stadtwald ist ein Highlight für Naturfreunde, die nicht so weit rausfahren wollen. Ein Fixpunkt am Weg ist das knapp ein Hektar große Wildschweingehege unterhalb der Heilstättensiedlung. Es gibt immer etwas zu sehen, denn auch im Winter sind die Wildschweine, obwohl gut von der Stadtförsterei gepflegt, stets hungrig. Füttern ist ausdrücklich erlaubt, angeblich stehen ungekochte Nudeln und Eicheln ganz oben auf der Liste der Lieblingsgerichte. Im „grünen Klassenzimmer“, dem Lehrund Erlebnispfad des Stadtwalds, lernen Groß und Klein viel über die lokale Fauna und Flora.

Etwas förmlicher wird es im Fürther Rathaus, denn dort kann man ganz offiziell den „Amtsschimmel“ besichtigen. Tatsächlich – ihn kann man nicht nur riechen, sondern auch sehen. Nur so viel sei verraten: Es ist eine Skulptur. Von hier aus geht es vorbei am Sitzungssaal des klassizistischen Gebäudes hoch hinauf auf den Rathausturm für einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Diese Führung kann auch privat gebucht werden. https://www.tourismus-fuerth.de/erleben-geniessen/stadtspaziergaenge/verfuehrt-hinter-die-kulissen/blickpunkt-rathaus-turm-co

Für Kulinarik-Fans, die glauben, schon alles in Fürth zu kennen und sich gerne überraschen lassen, wird ein Krimidinner zum abwechslungsreichen Erlebnis. Allein schon das Ambiente des Tatorts ist ein Genuss. Der Festsaal des historischen Logenhauses in Fürth ist Dreh- und Angelpunkt der Dinner-Story. Ein wenig Theater, etwas Aufregung und eine Prise Schauriges im Stil von Edgar Wallace fügen sich zu einem runden Abend. https://www.krimidinner.de/tatort/spielorte-bundeslaender/bayern/krimidinner-fuerth/

Liebenswerte Metropolregion
Kennen Sie die Scalchusen? Dieses Adelsgeschlecht hatte seinen Sitz in den Burgen Dornberg und Schalkhausen. Geschichtskennern dämmert es spätestens jetzt, dass deren Wappen die Grundlage des Stadtwappens von Ansbach ist. Die ehemalige Residenzstadt der Hohenzollern feiert dieses Jahr 800 Jahre Stadtgeschichte, „eine Liebeserklärung an die Zeit“, wie sie selbst sagt. Ein Besuch der Hofkanzlei, der prächtigen Orangerie oder Markgräflichen Residenz ist immer einen Ausflug wert. Zwischen Rokoko und Bratwurst – anlässlich des Jubiläums lädt die Stadt zu ganz besonderen Führungen in die Vergangenheit ein, wie „800 Jahre 800 Schritte“. https://www.ansbach-stadtjubilaeum.de/Jubil%C3%A4umsprogramm/Stadtf%C3%BChrungen/800-Jahre-800-Schritte/

Vor den Toren Nürnbergs liegt aber noch viel mehr Sehenswertes: die fränkische Schweiz, das Seenland, das Altmühltal und die Weinregion um Würzburg. Doch lohnt sich gerade im Winter der Weg dahin? Die Frage lässt sich in unseren digitalen Zeiten ganz einfach beantworten. Auf der Website von Frankentourismus sind digitale Touren zusammengestellt, es gibt Stadtrundgänge und Museumsführungen, die garantiert Appetit auf mehr machen. Erst anschauen und dann losgehen – das ist praktisch und informativ zugleich. https://www.frankentourismus.de/reisefuehrer/reiseplanung/digitale-touren/

Apropos Appetit: Zu einem guten fränkischen Mahl ist ein leckeres Bier ein beliebter Begleiter, schließlich nennt man Mittelfranken auch „Bierfranken“. Das älteste Hopfenanbaugebiet Deutschlands mit seiner über tausendjährigen Geschichte ist die Region um Spalt im fränkischen Seenland. Hier steht das HopfenBierGut, ein interaktives Biermuseum im Kornhaus Spalt, das auch im Winter einen Besuch wert ist. Neugierige können hier einen begehbaren Braukessel von innen anschauen und die Tradition des Bierbrauens erkunden. Der Duft von Biskuit, ein dezentes Moussieren – es braucht eine feine Nase, um die Finessen der Biersorten auf wissenschaftlichem Niveau zu bewerten. Genau das machen die Spalter Biersommeliere und geben ihr Wissen in Tastings weiter. Wer nun weiß, was ihm schmeckt, kann in der Brauwerkstatt selbst zur Tat schreiten. Da heißt es: ab an die Schrotmühle und die Gärkelle in die Hand! https://hopfenbiergut.de/

Fränkisches Schneegestöber
Endlich Schnee, dann auf zum Rodeln nach Pottenstein! Natürlich denkt dabei jeder an die Sommerrodelbahn, dabei gibt es das dort auch als Winterversion. Eine Naturrodelbahn in Leienfels führt rasant ins Tal, ist aber absolut familientauglich. Schlitten, Schneeteller und Rodeln einpacken nicht vergessen!
https://www.fraenkische-schweiz.com/de/erleben/aktiv/mehr-aktivangebote/wintersport/tourenplaner-winterrodeln.html

Oder dürfen die Muskeln ein wenig mehr arbeiten? Es muss nicht immer die Langlaufloipe sein, wie wäre es denn mit einer Schneeschuhwanderung, beispielsweise rund um Gößweinstein. Zum Naturgenuss dürfen ruhig ein paar Schweißperlen dazukommen, dann schmeckt die leckere regionale Küche in einem der umliegenden Restaurants gleich doppelt so gut.

Mitten im Städtedreieck Nürnberg-Bamberg-Erlangen liegt Burg Rabenstein mit einer prachtvollen Tropfsteinhöhle. Im Schein von Fackeln wirkt dieses Naturschauspiel noch beeindruckender und vermittelt, wie Graf Schönborn und dessen Schwiegertochter, deren Namen er der Höhle gegeben hat, sie vor rund 180 Jahren nach ihrer Entdeckung wohl erlebt haben. Die Führung „Sophie at night“ beginnt mit einem Glühweinempfang zum Aufwärmen, bevor es mit dem Fackelzug in die mit Musik und Lichtern erfüllte Sophienhöhle geht. Im Anschluss rundet ein Burgmenü in den Rittersälen den Abend ab. Am offenen Feuer im Kaminzimmer dürfen noch die Gedanken fliegen und Eindrücke ausgetauscht werden.
https://www.burg-rabenstein.de/events/event/idx-3071

„Das ist doch alles Käse!“, sagen Genießer völlig zurecht in der Schmalzmühle, einem denkmalgeschützen Vierseithof bei Röckingen, und machen deshalb gleich ihren eigenen Laib. Die Familie König hat sich hier der rundum nachhaltigen Herstellung von Käse verschrieben. Inzwischen sind ihre Käsesorten wie „Hochwasserpegel“ und „Bauernrebell“ sehr beliebt und preisgekrönt. In den Käseseminaren gewinnt man einen Einblick in die Herstellung, dabei wird richtig geackert: Es wird gerührt, geschöpft und abgeschnitten. Dass sich die Mühe lohnt, schmeckt man gleich bei der Verkostung. https://www.schmalzmuehle.de/Alles-Kaese/Kaeseseminar-Kaesemachen.html

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz – na wer weiß es? Das ist Schneewittchen und das gibt es wirklich. Darum ist es als Tagesausflug die Reise wert, nach Lohr am Main zu fahren. Dort konnte man mittels der ausgefeilten wissenschaftlichen Methode der Fabulologie nachweisen, dass Schneewittchen Lohrerin war und das Märchen rund um die zarte Prinzessin zwischen Lohr und Bieber im Spessart spielte. Wer weiß, vielleicht sitzt es da, mitten in der Altstadt, auf einer Parkbank? Sonst weiß der Lohrer Nachtwächter auch viel zu erzählen:
„Wie’s wirklich woar vor e poar hunnert Joahr“. https://www.lohr.de/tourismus-und-kultur

Ohne Fabulieren geht‘s in entgegengesetzter Richtung zum Dinopark in Denkendorf im Altmühltal – denn dass die wirklich gelebt haben, beweist etwa „Dracula“, der größte jemals gefundene Flugsaurier. Sein knochiger und nicht minder beeindruckender Gefährte ist T-Rex „Rocky“. Der mag den großen Auftritt, aber kann noch etwas schüchtern sein, wie Teenager es nun einmal sind. Denn das ist das weltweit einzige Skelett eines jugendlichen Tyrannosaurus Rex! Nachwuchspaläontologen dürfen auch ein paar echte Fossilien ausgraben, wenn die über 70 lebensgroßen Nachbildungen Lust darauf machen, den Forscher in sich zu entdecken. https://dinopark-bayern.de/#das-museum

Langweilig wird es also in Franken auch im Winter sicher nicht. Und wenn dann doch der Schnee fällt, gibt es nichts Schöneres, als durch das frische Weiß zu stapfen und sich daheim am herrlich duftenden Glühwein zu wärmen.

Schultheiß Projektentwicklung AG
Text

Bilder: Adobe Stock

©viennapro - stock.adobe.com
Copyright by Distrikt 3 Fotografie / Jan Sommer
©Ina - stock.adobe.com
©designprojects - stock.adobe.com
©gytaute akstinaite/EyeEm - stock.adobe.com
©thomas glomm/EyeEm - stock.adobe.com
©anammarques - stock.adobe.com

Zurück

Einen Kommentar schreiben
Was ist die Summe aus 3 und 3?
© 2022 Leben & Raum - Immobilienmagazin für die Metropolregion Nürnberg.
Es werden notwendige Cookies, Google Fonts, Google Maps, OpenStreetMap, Youtube und Google Analytics geladen. Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und unserem Impressum.