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Green Building und soziale Verantwortung Nachhaltigkeit in der Baubranche

Ein bewussteres Konsumverhalten der Verbraucher, umweltfreundliche Prozesse in Unternehmen und soziale Verantwortung durch das neue Lieferkettengesetz in der Produktion – Nachhaltigkeit ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und löst einen Wandel in fast allen Branchen aus. Die Nachhaltigkeit stellt als ganzheitliches Prinzip eines der wichtigsten Leitbilder für die Zukunft unserer modernen Gesellschaft dar.

Tatsächlich ist dieser Wandel in der Baubranche deutlich spürbar. Und das ist gut so, denn ihr ökologischer Fußabdruck ist riesig. Ca. 40 Prozent der globalen Ressourcen fließen in den Bau von Häusern, Straßen und Industriegebäuden und viele dieser Ressourcen werden mittlerweile knapp.

Zeit, dass sich Strukturen ändern! Aber wie kann Nachhaltigkeit in der Baubranche funktionieren? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir klären, wie der Begriff Nachhaltigkeit definiert wird. Unter nachhaltigem Wirtschaften versteht man ein ausgewogenes Verhältnis von ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Aspekten. Das bedeutet, dass Wirtschaftswachstum ebenso wichtig ist wie Umweltschutz und soziale Verantwortung.

Umweltverträgliche Rohstoffgewinnung
Die Ressourcen unserer Erde sind endlich und werden immer wertvoller. Dies hat man gerade in den letzten Monaten durch enorme Preisanstiege, aber auch an Lieferschwierigkeiten gemerkt.

Manche Rohstoffe – wie zum Beispiel Sand – sind mittlerweile so knapp, dass an den vorhandenen natürlichen Ressourcen Raubbau betrieben wird. Das treibt nicht nur die Preise weiter in die Höhe, sondern sorgt vor allem für einen irreparablen Schaden in der Natur.

Um beim Bau von Immobilien die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, sollte man auf den Einsatz von Recyclingbaustoffen statt Primärbaustoffen achten. Dies ist natürlich gerade für die kleinen Häuslebauer eine große Herausforderung, die in der Regel mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. In diesem Fall ist es ratsam, einen Bauträger zu wählen, der von vornherein auf nachhaltiges Bauen Wert legt und die eigenen Interessen abdeckt.

Nachhaltige Nutzung von Immobilien
Die Nutzungszeit einer Immobilie beträgt etwa 50 bis 100 Jahre, danach muss sie entweder saniert oder abgerissen werden. In dieser Zeit sollte sie so nachhaltig wie möglich genutzt werden, denn etwa 25 Prozent unseres CO2-Ausstoßes fallen durch Gebäude und ihre Energieversorgung an.

Moderne Neubauten erfüllen heute in der Regel den Standard eines KfW-Effizienzhauses 55. Das bedeutet, dass die Immobilie nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus benötigt. Der energieeffiziente Bau von Immobilien wird von der Bundesregierung mit dem KfW-Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ gefördert. So können bei der Finanzierung bis zu 150.000 Euro mit einem Tilgungszuschuss zwischen 15% und 50% über die KfW beantragt werden.

Tatsächlich ist die soziale Komponente ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Nutzung von Immobilien. So muss bei der Planung der Gebäude deren Wirkung auf die Menschen, die darin leben oder arbeiten, sowie ihre Funktionalität bedacht werden. Lichtdurchflutete Räume, eine barrierefreie und altersgerechte Planung, grüne Anlagen in der Umgebung und eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zählen ebenso zum nachhaltigen Bauen wie die Energieeffizienz.

Rückführung in den natürlichen Kreislauf
Sowohl national als auch europaweit gewinnt der Ressourcenschutz immer stärker an Bedeutung. Mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, das bereits seit 2012 Gültigkeit hat, sollen natürliche Ressourcen zum Schutz von Mensch und Umwelt geschont werden.

Wer heute ein Neubauprojekt plant, muss sich damit auseinandersetzen, was passiert, wenn sich sein Lebenszyklus dem Ende zu neigt. Die Verwendung wiederverwertbarer Rohstoffe ist nicht nur beim Bau relevant, sondern auch beim Rückbau. So können recycelte Ressourcen schonend in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt oder für neue Projekte verwendet werden.

Sinnvoll ist ein Konzept für die Nachnutzung von Immobilien. Vor allem gewerbliche Gebäude können dann umfunktioniert werden, wenn der Standort für Unternehmen
nicht mehr interessant sein sollte.

Vorteile von nachhaltigem Bauen
Betrachtet man all die genannten Faktoren von Nachhaltigkeit, dann fällt auf, dass diese in erster Linie mit höheren Kosten verbunden sind. Diese amortisieren sich allerdings in der Regel noch in der Nutzungsphase, denn grüne Gebäude überzeugen mit niedrigen Betriebskosten.

Über einen langen Zeitraum gesehen, steigert nachhaltiges Bauen den Wert einer Immobilie, da diese länger und vielfältiger genutzt werden kann. Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), welches das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das ErneuerbareEnergien-Wärmegesetz (EEWärmeG) seit dem 1. November 2020 ablöst, bildet außerdem die Grundlage der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und setzt damit neue Impulse zur Nutzung innovativer Ansätze beim energieeffizienten Bauen.

Gemäß der Nachhaltigkeitsstrategie soll der Gebäudebestand in Deutschland bis 2050 komplett klimaneutral werden. Nicht grüne Immobilien verlieren bis dahin enorm an Wert und müssen früher oder später kostspielig nachgerüstet werden.

Das gesellschaftliche Denken im Umgang mit den im Wirtschaftskreislauf befindlichen Ressourcen ist derzeit im Umbruch und wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Für die Baubranche ist die Nachhaltigkeit ein Zukunftsmarkt, für den bereits heute die Weichen gestellt werden.

Als regionaler Bauträger fühlt sich die Schultheiß Projektentwicklung verpflichtet, neuen Wohnraum in der Metropolregion Nürnberg unter Berücksichtigung sozialer und umweltverträglicher Aspekte zu schaffen. Deshalb engagiert sich der Bauträger nicht nur stark im geförderten Wohnungsbau, sondern realisiert alle Neubauprojekte in modernster, energieeffizienter Bauweise. Flachdachbegrünung, Nistkästen für Vögel und Fledermäuse sowie grüne Anlagen in der Umgebung sorgen für eine möglichst umweltverträgliche Eingliederung in die Umgebung.

Es geht nicht nur darum, umweltfreundlich zu bauen – Nachhaltigkeit in der Baubranche erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, von der Rohstoffgewinnung über die Nutzungszeit bis zum Ende des Lebenszyklus, und umfasst viele Faktoren, wie zum Beispiel:

  • flächensparendes Bauen
  • Schonen des Naturraums
  • Verwendung wiederverwertbarer Rohstoffe
  • niedrige Transportkosten
  • bezahlbarer Wohnraum
  • geringer Einsatz von Betriebsmitteln
  • niedriger Energiebedarf des Gebäudes
  • Konzepte zur Nachnutzung von Gebäuden
  • Rückführen der Baumaterialien in den natürlichen Kreislauf
Schultheiß Projektentwicklung AG
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Bilder:

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