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Wege zur optimalen Wohnraum­beleuchtung

Hier geht euch ein Licht auf!

Schluss mit einsamen Hängeleuchten, versteckten Stehlampen und mittig platzierten Deckenleuchten! Bei der Beleuchtung von Wohnräumen ist hoher Komfort angesagt. Wir geben euch hilfreiche Tipps für ein optimales Beleuchtungskonzept – ohne dass die Kosten dafür aus dem Ruder laufen.

Maßstab für jede Beleuchtung ist das natürliche Tageslicht. Je nach Tagesverlauf reagiert unser Körper unterschiedlich auf verschiedene Lichtarten. Das kaltweiße Morgenlicht macht uns wach und aktiv, während das warmweiße Licht am Abend Entspannung und Schläfrigkeit auslöst.

Eine gute Beleuchtung orientiert sich immer an der Nutzung des jeweiligen Raumes. Ihr baut gerade neu? Dann lasst euch rechtzeitig vom Profi beraten, damit die Steckdosen und Stromanschlüsse dort hinkommen, wo sie später gebraucht werden.

 

Die drei wichtigsten Beleuchtungsarten

Allgemein-, Grund- oder Hintergrundbeleuchtung
Der gesamte Raum wird gleichmäßig ausgeleuchtet und bildet die Voraussetzung für den Einsatz weiterer Beleuchtungsarten.

Arbeitsplatzorientierte Allgemeinbeleuchtung oder Zonenbeleuchtung
Unterschiedlich stark beleuchtete Bereiche schaffen verschiedene Sehverhältnisse.

Einzelplatzbeleuchtung oder Akzentbeleuchtung
Kleinere Lampen werden als Akzente gesetzt und beleuchten punktuell.

Unser Tipp
Eine Mischung aus allen drei Beleuchtungsarten ergibt die ideale Lichtkomposition.

 

Licht und Schatten

Für gute Sehverhältnisse und eine gemütliche Atmosphäre sorgt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kontrastarmer und kontrastreicher Beleuchtung, also ein Licht-Schatten-Spiel. Ein heller Innenraum ohne Schatten wirkt monoton und unbehaglich, ähnlich wie ein Wartesaal. Lichtinseln und schwächer beleuchtete Zonen ergeben dagegen ein abwechslungsreiches Gesamtbild.

Die Farbtemperatur wird in Kelvin gemessen. Kerzenlicht zum Beispiel wirft mit 1.500 Kelvin ein warmes und gelbes Licht. Das Licht eines bedeckten Himmels wirkt mit 7.000 Kelvin eher bläulich.

Lux (Wert des empfangenen Lichts) und Lumen (Wert des abgestrahlten Lichts) drücken die Helligkeit des Lichts aus. Die Ausleuchtung des Raumes und die Helligkeit pro Quadratmeter bestimmen sich daher in Lux. LED-Lampen erstrahlen in der Intensität von 800 Lumen.

Der Stromverbrauch einer Leuchte wird bei einer festgelegten Spannung in Watt angegeben. Glühbirnen verbrauchen mit 60 Watt mehr Strom als Halogenlampen mit 40 Watt. Energiesparlampen haben 14 Watt und LED-Leuchten nur 5 Watt.

 

Tipps für richtiges Licht

Blendungsfreiheit
Nichts irritiert mehr als der direkte Blick in die Tischbeleuchtung. Achtet beim Kauf darauf, dass die Lichtquelle abgeschirmt ist.

Dimmen
Durch das Dimmen könnt ihr eine Lichtquelle an die entsprechende Stimmungslage anpassen. In erster Linie empfiehlt sich das Dimmen für die Allgemeinbeleuchtung, also für Deckenleuchten, Wandleuchten und insbesondere für Esstischleuchten.

Mehrere Lichtquellen
Gemütlichkeit entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Lichtquellen. Je nach Größe des Raumes benötigt ihr vier bis acht Leuchten für ein stimmungsvolles, warmes Licht.

Indirekte Beleuchtung
Eine indirekte Beleuchtung schafft Behaglichkeit und eine Wohlfühlatmosphäre. Indirekt bedeutet dabei, dass die Lichtquelle nicht sichtbar ist, sondern deren Licht durch verschiedene Gegenstände oder Wände reflektiert wird.

 

Funktionalität und Sicherheit durch richtige Beleuchtung

Der Eingangsbereich gibt den ersten und wichtigsten Eindruck für die Gesamtbeurteilung der Beleuchtungsqualität wieder. Hier darf nichts falsch gemacht werden! Helle Decken- und Wandleuchten im Innenbereich sorgen mit einem neutralen oder warmweißen Licht für optimale Sicht. Die Aktzentbeleuchtung macht den Eingangs- und Dielenbereich wohnlich.

Ausreichendes und blendfreies Licht ist auch bei Treppen und Fluren wichtig. Es sorgt für eine leichtere Orientierung und erzeugt zugleich die richtige Schattenwirkung. Gerade bei längeren Treppen hebt eine gezielte Beleuchtung vom oberen Treppenabsatz die einzelnen Trittstufen gut unterscheidbar hervor.

Breit strahlende Downlights in der Decke erzeugen eine gleichmäßige Beleuchtung in der Garderobe, die uns das Suchen nach den richtigen Kleidungsstücken erleichtert.

Ideal für den Spiegel ist ein blendfreies, weiches Licht, das von beiden Seiten angebracht wird. Achtet darauf, nur die Person zu beleuchten, nicht den Spiegel.

 

Unfälle vermeiden

Unfälle im Haushalt sind keine Seltenheit. Gerade die Küche birgt viele Gefahren, die durch das richtige Licht vermieden werden können. Eine geeignete Mischung aus Tageslicht und künstlichem Licht sorgt für eine gute Allgemeinbeleuchtung. Ideal ergänzen könnt ihr sie durch eine Arbeitsplatzbeleuchtung, die unter den Wandschränken montiert wird.

Im Esszimmer sollte der Essplatz ausreichend beleuchtet werden, ohne die Personen zu blenden – zum Beispiel mit Pendelleuchten, die von der Decke abgehängt werden. Achtet vor allem auf ausreichendes Licht während der Mahlzeiten. Für eine gemütliche Stimmung nach dem Essen ist eine warme, weiche indirekte Ausstrahlung des Raumes sehr zu empfehlen.

Kinderzimmer sind Wohn-, Spiel-, Lern- und Schlafzimmer in einem. Hier ist eine multifunktionale, helle und gleichmäßige Beleuchtung gefragt. Gut geeignet sind Lichtbänder aus Leuchtstofflampen über dem Fenster und Deckenleuchten mit lichtstreuender Abdeckung. Abrunden könnt ihr das Ganze mit dimmbaren Wandleuchten und einzelnen Spots für die Punktbeleuchtung.

Auch im Badezimmer ist ein helles, ausgewogenes Licht durch Deckenleuchten wichtig. Eine gute Zonenbeleuchtung als Ergänzung zur Grundbeleuchtung am Waschtisch und Spiegel ist ebenfalls empfehlenswert.

 

Behaglichkeit und Ästhetik

Sitzt ihr viel am Schreibtisch, dann ist die Kombination aus indirekter und direkter Beleuchtung im Arbeitszimmer wichtig. Neben den Deckenleuchten sollte also eine zusätzliche Schreibtischlampe mit einem hohen Farbwiedergabeindex (4.000 Kelvin) vorhanden sein.

Euer Schlafzimmer solltet ihr sehr differenziert ausleuchten. Beim Aufstehen und Zubettgehen reicht eine Orientierungsbeleuchtung mit einer Leuchtstärke von 20 bis 50 Lux. Zum Aufräumen oder Kleiderschrank Durchstöbern solltet ihr eine stärkere Beleuchtung wählen. Eine elegante Note bringt außerdem eine indirekte Beleuchtung mittels Leuchtstofflampen über dem Kopfende des Bettes. Sie lässt sich auch gut mit der Lesebeleuchtung kombinieren.

Königsdisziplin in der Beleuchtung ist das Wohnzimmer, denn sie kann zum Stimmungsmacher oder auch Stimmungskiller werden. Im Vordergrund stehen also Atmosphäre und Ästhetik. Die Einrichtung und somit auch die Beleuchtung des Wohnzimmers ist allerdings so individuell, dass man als Außenstehender nur sehr schwer Ratschläge geben kann. Achtet auf jeden Fall darauf, keine blendenden Effektleuchten oder andere nicht abgeschirmte Lichtquellen einzusetzen.

Jede Einrichtung ruft nach einer optimalen Akzentbeleuchtung für einzelne herauszuhebende Einrichtungsgegenstände. Rückt eure Lieblingsstücke ins rechte Licht und schafft dadurch eine Wohlfühlatmosphäre in eurem Zuhause.

Und, ist euch jetzt ein Licht aufgegangen?

Peter Murrmann
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