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HOME-SPA Wellness zu Hause genießen

Mit den Lockerungen der Einschränkungen, die uns Corona auferlegt hat, zieht es die Menschen wieder hinaus. Zu lange hat man sich in den eigenen vier Wänden aufhalten müssen und sehnt sich nach Erholung und Abwechslung. Wo könnte man das besser erleben als in einem Wellnesstempel? Nur leider hat man diese Annehmlichkeiten nur temporär und nicht immer findet sich dort die wohltuende Entspannung: Kaum Platz im Pool, übervolle Saunen, ein Lärmpegel im Ruheraum – schnell wird der Wellnesstag zum Stresstest. Warum also nicht einfach Spa nach Hause holen?

Die klassische finnische Sauna als Heimsauna
Die Sauna ist in den skandinavischen Ländern fester Bestandteil der Lebens- und Wohnkultur. Wenn man Lust zum Saunieren hat, braucht man nicht auf Öffnungszeiten zu achten, hat keine langen Wege und die Sauberkeit liegt allein in den eigenen Händen. Vor der Anschaffung einer Sauna sollte man sich über einige wichtige Punkte informieren, einen genauen Plan haben, um nicht bereits vor der Montage der Sauna ins Schwitzen zu kommen.

Die Standortbestimmung
Zu erst ist die gewünschte Anzahl der Plätze in der Sauna und damit in unmittelbarem Zusammenhang stehend die Standortfrage zu klären. Bereits zwei mal zwei Meter reichen aus, um eine Sauna für vier Personen in seinen eigenen vier Wänden unterzubringen. Der Platzbedarf steigt, je nachdem welche Funktionen neben der eigentlichen Saunakabine noch vorhanden sein sollen, wie z. B. Umkleide- und Duschraum oder Ruhebereich. Dann sind sehr schnell 16 bis 20 Quadratmeter erforderlich.

Grundsätzlich kann, vom Keller bis zum Dachgeschoss, jedes Zimmer geeignet sein. Wichtig ist, dass der ausgewählte Raum einen ebenen Fußboden und einen belastbaren Bodenbelag aufweist, der nicht aus Teppichboden oder Laminat besteht. Ein Anschluss für Strom ist notwendig, einer für Wasser und gegebenenfalls auch Abwasser zweckmäßig. Eine Mindestzimmerhöhe von 2,20 Meter sollte vorhanden sein und der Abstand der Kabine zur Zimmerwand mindestens 40 Zentimeter betragen. Da vor und nach dem Saunieren Bad und WC eine wichtige Rolle spielen, ist es von Vorteil, wenn diese gut zu erreichen sind.

Eine weitere Möglichkeit ist die Aufstellung einer Sauna im Garten, da im Freien der Wechsel zwischen Erwärmung und Abkühlung des Körpers besonders intensiv ist. Die Außensauna erfreut sich gerade in kandinavien äußerster Beliebtheit. Das Angebot an Saunamodellen ist groß und mittlerweile weit von einem als primitiv eingestuften Gartenschuppen entfernt.

Die verschiedenen Bauweisen einer Sauna
Man unterscheidet für den Hausgebrauch zwischen Elementbauweise, Massivholzbauweise und Blockbohlenbauweise. Für ein gutes Saunaklima spielt die Strahlungswärme, die von der Decke und den Wänden der Sauna abgestrahlt wird, eine zentrale Rolle. Bei der Elementbauweise wird der Saunakörper mehrlagig aufgebaut. Auf einen Holzrahmen werden dünne Profilholzlagen aufgenagelt. Wegen des dosierten Energieverbrauchs werden die Hohlräume mit thermoaktiven Materialien als Dämmung gefüllt und eine Dampfsperre gegen Feuchtigkeit eingesetzt. So hält sich die Wärme besser im Saunaraum. Eine Elementsauna kann man in Bausätzen mit unterschiedlichen Maßen und Ausstattungen erhalten.

Massivholzsaunen werden aus massiven Holzbohlen Lage für Lage zusammengefügt. Das Naturmaterial Holz ist besonders dafür geeignet, die Feuchtigkeit des Saunainnenraums aufzunehmen und auch wieder abzugeben. Die Massivholzbauweise hat hygienische und klimatische Voreile. Das Aufheizen dauert allerdings länger und damit auch der Start zum ersehnten Saunagang. Bei der Blockbohlenbauweise ist die Wandstärke, mit bis zu 95 Millimeter bei einer finnischen Sauna, besonders ausgeprägt. In Abhängigkeit von der Holzqualität reicht für den Privatgebrauch bereits eine Stärke von ca. 45 Millimeter aus. Der Wandaufbau ist ähnlich wie bei der Massivholzbauweise. Die übereinander gelegten Schichten werden mittels einer Spannvorrichtung zu einer hitzedichten Wand gepresst. Dabei entscheidet die Holzart auch über die Qualität der Sauna. Sehr zu empfehlen ist das Holz der Polarfichte

Vergleich der Bauweisen
Die Elementbauweise bietet eine preiswerte Saunalösung und eine vielfältige Auswahl an Formen, Holzarten und Farben. Allerdings hat sie bei der Reinigung Nachteile, weil Wasser und Seife nicht verwendet werden sollen und die natürliche Holzatmung durch den verwendeten Dämmstoff unterbrochen ist.

Die Massivholzsauna ist eine kostengünstige Lösung, braucht wenig Montageaufwand und kann mit Wasser und Seife gereinigt werden. Allerdings ist die Lebensdauer etwas geringer, da das Holz durch das Aufheizen und Abkühlen stark belastet wird.

Die Blockbohlensauna kann problemlos mit Wasser und Seife gereinigt werden, schafft ein echt finnisches Saunaklima und zeichnet sich durch hohe Robustheit und Langlebigkeit aus. Nachteilig sind allerdings die hohen Anschaffungskosten.

Die Heizquelle
Für alle drei Bauarten kommt als Heizquelle ein Saunaofen zum Einsatz. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten: Die geläufigste Heizquelle: der Elektroofen. Die Wärme wird durch elektrische Heizstäbe erzeugt und anschließend an die Raumluft und Steine abgegeben. Der Holzofen: In einer geschlossenen Brennkammer wird ein Holzfeuer betrieben, das seine Verbrennungsluft von außen bezieht. Weniger üblich sind Holzfeuer oder Gasöfen. Die Anschaffungskosten von Saunen variieren je nach Hersteller, Bauweise, Größe, Holzart, Design und den individuellen Anforderungen sehr stark. Die Spanne kann von ca. 800 bis zu mehreren tausend Euro reichen.

Die Infrarotkabine
Die Infrarotkabine ist eine trockene Sauna in Form von Holzkabinen mit Sitzbänken oder neuestens mit Liegen, die nicht mit einem Ofen, sondern mit Infrarotmodulen ausgestattet sind. Die Strahler erwärmen im Gegensatz zur finnischen Sauna nicht die Umgebungstemperatur, sondern direkt den Körper. Der Vorteil: Man fühlt sich wie beim Sonnenbaden. In die Kabine integrierte Strahler erzeugen auf der Oberfläche
Infrarot-Lichtwellen und senden sie in den Kabinenraum. Dort, wo sie auf den menschlichen Körper treffen, wandeln sie sich in Wärme um, selbst wenn die Umgebungsluft kühl ist. Der Erwärmungseffekt wird bereits bei relativ niedrigen Temperaturen erreicht. Deshalb vertragen auch Kinder und ältere Menschen den Aufenthalt in einer Infrarotkabine teils besser als in der Sauna. Die Infrarotstrahlen gehen unter die Haut und wärmen den Körper von innen auf.

Platzsparend und ohne Starkstrom
Während die Aufstellung einer Sauna einen Platzbedarf von mindestens vier Quadratmetern beansprucht, gibt es bei der Infrarotkabine schon einen Einsitzer mit unter einem Quadratmeter im Sortiment. Der weitere Vorteil: Die Infrarotkabine benötigt keinen Starkstromanschluss. Man muss sie lediglich an die Steckdose anschließen.vDer Aufenthalt in einer solchen Kabine unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Saunagang. Aber die Länge des Aufenthalts und die Gewöhnung an die Temperaturen sind zwei Punkte, die die beiden Einrichtungen voneinander unterscheiden. So „sauniert“ an nicht wie in der Sauna in mehreren kurzen Gängen, sondern hält sich in der Infrarotkabine im Durchschnitt 35 Minuten am Stück auf. Bei den Infrarotkabinen variieren die Preise für die Anschaffung je nach individuellen Wünschen, Größe, Ausstattung und Holzart stark. Sie liegen aber unter den Anschaffungskosten für eine Sauna. Und auch die Reinigung ist wesentlich einfacher.

Zusätzliche Vorzüge der Infrarotkabine
Bei Wärmetherapie denken die wenigsten an die Infrarotkabine, weil ihre Wirkungen, den Körper durch Wärme zu unterstützen, noch nicht so bekannt sind wie jene der Sauna. Die Wärmezufuhr ist wesentlich geringer und regt dadurch die Poren sehr verhalten zum Schwitzen an. Die wesentlich längere Aufenthaltsdauer in einer Infrarotkabine bringt allerdings viele Vorteile, die der Saunaenthusiast nicht kennt.

Die niedrige Wärmebelastung führt dazu, dass das Herz und der Kreislauf geschont werden. Ein weiterer Vorzug der Infrarotkabine ist das verlangsamte, aber kontinuierliche Schwitzen, das mehr Schadstoffe wie Toxine und andere chemische Substanzen aus dem Körper abtransportiert.

Die Infrarotkabine glänzt auch noch mit weiteren Benefits wie die Linderung von Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Hautkrankheiten und HNO-Beschwerden. Gerne nehmen auch Sportler die Infrarotkabine in Anspruch, weil die Heilung von verschiedenen Sportverletzungen forciert wird. Das gilt ebenso für die Wundheilung.

Der österreichische Hersteller Physiotherm, der seit mehr als 25 Jahren die Wirkung der Wärme erfolgreich nutzt, bietet als weltweit einziger Hersteller die einmalige und vollkommen auf die Bedürfnisse des menschlichen Organismus abgestimmte Kombination aus Niedrigtemperatur, Infrarottechnik und patentierter Lavasand-Technologie an. Seine Infrarotkabine arbeitet mit einer Raumtemperatur zwischen 27 und 38 Grad und ermöglicht eine Durchwärmung von „innen heraus“ – ganz ohne Belastung. Dabei erfolgt in der Physiotherm-Infrarotkabine die Wärmezufuhr ausschließlich über den Rückenstrahler. Diese Niedrigtemperaturanwendung bewirkt, dass sich Kinder und ältere Menschen in der Infrarotkabine leichter an ihre Wohlfühltemperatur herantasten können. Eine höhere körperliche Belastung wird dadurch vermieden, eine Ermüdung bleibt aus.

Medizinische Wirkung beider Lösungen
Warum ist die eigene Sauna in Finnland so beliebt, dass fast jeder Haushalt so eine Schwitzkammer besitzt? Diese Lebensphilosophie der Skandinavier hat sehr viel mit Gesundheitspflege zu tun.

Viele enschen empfinden Schwitzen als unangenehm, aber unser Immunsystem mag diesen Vorgang, weil es dadurch trainiert wird. Der Kreislauf kommt in Schwung, wir härten ab. Weitere Effekte sind: Anregung des Stoffwechsels und der Atmung sowie kurzfristig steigender Blutdruck. Manche Erkältungskrankheit hat bei Saunierenden nicht die geringste Chance, was auf die durch die Wärme erhöhten Aktivitäten von Immunzellen zurückzuführen ist. Neben einer guten Vorbeugung gegen Herz- und Kreislauferkrankungen profitiert auch die Haut davon, da sie besser durchblutet wird. Das verzögert die Hautalterung.

Zudem können bei einigen Erkrankungen beide Einrichtungen zur therapeutischen Anwendung genutzt werden. Das gilt bei Störungen des vegetativen Nervensystems, bei Arthrose und chronischen Rückenschmerzen. Weiterhin entspannt besonders der Saunagang in der Abfolge von Hitze mit anschließendem Kaltbad die Muskulatur und löst so ein Wohlbefinden aus. Das Gleiche gilt bei der kontinuierlichen Wärmezufuhr durch niedrige Temperaturen in der Infrarotkabine. Wenn wir uns so richtig wohlfühlen, dann produziert der Körper Endorphine, also Glückshormone. Das bedeutet weniger Stress und das wirkt sich positiv auf die Psyche aus.

Jedoch ist es nicht für alle ratsam, sich in eine Sauna oder eine Infrarotkabine zu begeben. Personen mit Entzündungen, akuten Infektionskrankheiten, Herz- und Kreislaufkrankheiten, hohem Blutdruck, Venenthrombosen oder Krampfadern, Sensibilitätsstörungen, Epilepsie oder großen Narben und Hauterkrankungen wird vom Besuch einer Sauna und Infrarotkabine abgeraten.

Fazit
Im Vergleich zu den wenigen Nachteilen, die für einige Menschen bei Benutzung der beiden Einrichtungen bestehen können, überzeugen die beschriebenen Vorteile und sie bringen beim Home-Spa ein erhöhtes Maß an Lebensqualität. Die positiven gesundheitlichen Wirkungen der Sauna und der Infrarotkabine sprechen daher für eine Anschaffung für zu Hause schon aus gesundheitlichen Grüden. Der Vorteil: Es ist für jeden Geldbeutel etwas im Sortiment der Hersteller zu finden. Wenn auch noch die Platzfrage geklärt werden kann, dann empfehlen wir, den Schritt zur neuen Lebensfreude zu wagen, ob mit Sauna oder Infrarotkabine.

Peter Murrmann
Text

Bilder: Adobe Stock

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